Komplementärmedizin

07.02.2013 - Neues Staaten - Regionen Abkommen

Komplementärmedizin - Nichtkonventionelle Heilmittel und Heilverfahren

21.01.2015 – Neue Bestimmungen:

Im Sinne des Art. 1 des Abkommens der Staat-Regionen-Konferenz und der Autonomen Provinzen vom 07.02.2013 sind folgende Fachgebiete der Komplementärmedizin von den Bestimmungen betroffen: Akupunktur, Phytotherapie und Homöopathie, unterteilt in Homöopathie, Homotoxikologie und Anthroposophische Medizin.
Der Art. 3 des genannten Abkommens schreibt zum Schutze der Gesundheit der Bürger und Bürgerinnen die Errichtung der drei unten angeführten Verzeichnisse bei den Ärzte- und Zahnärztekammern der einzelnen Provinzen vor:

1. Akupunktur;

2. Phytotherapie;

3. Homöopathie, unterteilt in drei Unterverzeichnisse:

 

Akupunktur, Phytotherapie und Homöopathie sind Gesundheitsleistungen, die bestimmten Berufsgruppen vorbehalten sind, da sie in die ausschließliche Kompetenz und berufliche Verantwortung des Arztes, Zahnarztes, Tierarztes oder Apothekers fällt, für einen jeden entsprechend seinem Zuständigkeitsbereich.


Akupunktur, Phytotherapie und Homöopathie werden als Systeme von Diagnose, Behandlung und Vorbeugung eingestuft, welche die Schulmedizin begleiten und das gemeinsame Ziel der Förderung und des Schutzes der Gesundheit, der Behandlung und der Rehabilitation verfolgen.

Zum Schutz der Gesundheit der Bürger und Bürgerinnen werden bei den Ärzte- und Zahnärztekammern der einzelnen Provinzen die Berufsverzeichnisse für Akupunktur, Phytotherapie und Homöopathie errichtet. Die Verzeichnisse werden nach Fachgebiet unterschieden.

AKUPUNKTUR

Akupunktur wird als diagnostisches, klinisches und therapeutisches Verfahren definiert, das durch Einstechen von Metallnadeln in ganz bestimmten Hautbereichen die Wiederherstellung des Gleichgewichtes eines veränderten gesundheitlichen Zustandes anstrebt.

PHYTOTHERAPIE

Die Phytotherapie wird als therapeutisches Verfahren definiert, das sich auf den Einsatz von Heilpflanzen oder Derivaten und Extrakten derselben, die in angemessener Weise verarbeitet werden, stützt; dies kann gemäß epistemologischen Vorgangsweisen der Schulmedizin oder nach diagnostisch-therapeutischen Systemen erfolgen, die sich mit jenen der Schulmedizin vergleichbar sind.

HOMÖOPATHIE

Die Homöopathie wird als diagnostisches und therapeutisches Verfahren definiert, das auf dem Ähnlichkeitsprinzip beruht: Laut dem homöopathischen Grundgedanken kann ein kranker Mensch durch die Verabreichung von einem oder mehreren verdünnten Stoffen behandelt werden, die in einer gesunden Person die typischen Symptome des behandelten Krankheitszustandes hervorrufen würden, behandelt werden. Der Begriff Homöopathie umfasst alle Therapien, die gemäß gesetzesvertretendem Dekret Nr. 219 vom 24.4.2006 und nachfolgenden Dokumenten verdünnte Arzneimittel verwenden.

VERZEICHNIS Ärzte die Komplementärmedizin ausüben

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