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Geschichte der Südtiroler Ärztekammer

Mit großer Freude darf ich diesen Band vorstellen, der die wechselvolle Geschichte der ärztlichen Standesvertretung unseres Landes Südtirol anschaulich beschreibt. Nicht nur die eindrucksvollen Entwicklungen der Medizin der vergangenen 150 Jahre sind beachtenswert, sondern auch die Schilderung der Ereignisse, denen die Ärzteschaft und ihre Kammer-Vertreter während jener Zeit zu begegnen hatten.

Als 2010 auch unsere Südtiroler Ärztekammer von der FNOMCeO in Rom angehalten wurde, des „Centenario" zu gedenken, d.h. der hundertjährigen Wiederkehr der Gründung der italienischen Ärztekammern mit königlichem Gesetz Nr. 455, begannen auch wir, unser Archiv zu sichten. Von Anfang an war uns klar, dass die Geschichte der Ärzteschaft Südtirols einen anderen Verlauf hatte, da wir doch bis 1919 politisch Teil der k. k. Monarchie waren. Wie war der Übergang bis zur Entstehung einer italienischen Kammer? Was passierte während des Faschismus, der in unserem Land besonders leidvoll erlebt wurde? Wie verlief die Neugründung der Ärztekammer nach 1946?

Bei der Generalversammlung am 09.10.2010 in unserem neuen Sitz in der Voltastraße konnte ich nur einen sehr groben Überblick über unsere Geschichte geben. Ich versprach der Vollversammlung, dem Thema weitere Aufmerksamkeit zu schenken. Daher haben wir uns im Vorstand vorgenommen, eine Recherche über die Geschichte unserer Kammer anzustellen.

Es war unser großes Glück, bald zwei Kollegen für das Projekt zu gewinnen, die gleich mit großem Interesse und viel Begeisterung ans Werk gingen. Dr. Günther Ziernhöld, immer schon an Geschichte sehr interessiert und als Orthopäde gerade in Pension gegangen, wollte die Ursprünge der Kammer unter Österreich und
den schwierigen Übergang zu Italien, die stürmischen Zeiten des Faschismus bis zum Kriegsende in Angriff nehmen. Unser Archiv stellte sich als sehr lückenhaft heraus. Günther Ziernhöld scheute keine Zeit und Mühe, um mit großem Eifer in Archiven Bozens und Innsbrucks zu suchen und auch fündig zu werden.
Mit Bedauern mussten wir feststellen, dass keine Unterlagen zur Neugründung der Kammer nach 1950 bisher auffindbar waren.

Univ. Dozent Dr. Helmuth Amor, langjähriger verdienter Primar der Medizin im Krankenhaus Bozen und allem Kulturellen sehr aufgeschlossen, übernahm die schwierige Aufgabe, die Mitteilungsblätter und die vorhandenen Protokollbücher – Aufzeichnungen der Kammervorstandssitzungen ab 1954- zu durchforsten und die relevanten Ereignisse festzuhalten. Diese Arbeit gelang ganz vorzüglich und mit großer Systematik. Eine anschauliche Übersicht über die Tätigkeit der Kammer zwischen 1954 und 2011 gibt der thematisch gegliederte Kommentar des Verfassers, während die präzise zusammengestellte Analyse der Diskussionspunkte und Beschlüsse im Laufe der verschiedenen Amtsperioden eine einmalige Dokumentation der Kammertätigkeit jener Zeiten darstellt, die den interessierten Leser zum Nachsehen anregt.

Es war von vorneherein klar, dass unser kleines Werk zweisprachig erscheinen sollte. Zu unserem großen Glück gelang es uns, Dr. Franco Tomazzoni, langjähriger Primar der Pneumologie am Krankenhaus Bozen und mit breitem kulturellen Horizont, für die Übersetzung der Texte zu gewinnen.
Er übersetzte mit viel Eifer, Interesse und Liebe zur Präzision, in dem er die Texte mit den Verfassern persönlich besprach.
Unser großer Dank gilt daher Doz. Dr. Helmuth Amor und Dr. Günther Ziernhöld, die unsere Anregung vorbildlich zu diesem anschaulichen Werk umgesetzt haben. Sie haben sich zusammen mit Dr. Franco Tomazzoni bleibende Verdienste um die Kammer erworben.
Zu unserer großen Freude konnte Layout und die ansprechende Gestaltung von unserem Kammer-Sekretariat in der Person von Frau Verena Canziani übernommen werden.

Die großzügige Förderung der „Stiftung Südtiroler Sparkasse" ermöglichte uns, die nicht unbedeutenden Druckkosten zu tragen.
Dieser Beitrag zur Geschichte unserer Kammer möge nun das Interesse vieler Kollegen unserer Ärzteschaft und anderer geschichtsbewusster Menschen finden. Das Blättern und Lesen darin führt zu einem Gefühl der Dankbarkeit gegenüber vielen unserer Vorgänger, die mit großer Liebe zum Beruf Zeit und Energie
aufgewendet haben, um für das Ansehen, die Selbständigkeit und die Selbstverwaltung unseres Berufstandes einzutreten.
Kenntnisse und Fertigkeiten auf hohem Niveau sind Voraussetzungen für unseren Arztberuf, doch die Fähigkeit, auf den Patienten zu hören, auf ihn einzugehen, mit Empathie und nach ethischen Grundsätzen zu arbeiten machen erst den guten Arzt aus. Dafür will unsere Ärztekammer weiterhin einstehen, zum Wohle
der Bürger und aller Ärzte.

 

Dr. Andreas von Lutterotti
Bozen, im Oktober 2013


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